Was ist besonders an Gusseisen
Unsere (Vor)fahren wussten es schon: Nichts funktioniert so gut zum Kochen/Backen/Frittieren wie Gusseisen! Es ist (bei richtiger Pflege) unzerstörbar, unglaublich vielseitig einsetzbar in Kombination mit nahezu allen Wärmequellen und kann bei Erhitzung sehr hohe Temperaturen erreichen. Je öfter es benutzt und eingebrannt wird, desto besser lässt es sich damit arbeiten. Kein Wunder, dass gusseiserne Pfannen oft zu den Familienerbstücken gehören.
Was ist Gusseisen eigentlich?
Gusseisen ist eine sehr harte, poröse Form von Eisen. Durch die Zusammensetzung kann Gusseisen auf sehr hohe Temperaturen erhitzt werden, und die Porosität sorgt dafür, dass gusseiserne Pfannen die Wärme sehr gut speichern. Der Vorteil ist, dass die Temperatur in der Pfanne kaum sinkt, wenn man die Zutaten hineinlegt, wodurch man sie sofort schön anbrät und die Säfte aus Fleisch/Fisch/Gemüse nicht entweichen können. Die hohen Temperaturen sind natürlich auch ideal, um wunderschöne Grillstreifen auf Fleisch/Fisch/Gemüse zu erzeugen.
Wie pflegt man Gusseisen?
Für Gusseisen ist es wichtig, es regelmäßig einzubrennen. Durch das Einbrennen sättigt man die poröse Struktur des Gusseisens mit Öl und baut eine Schutzschicht/Antihaftschicht auf. Ist deine gusseiserne Platte/Rost/Pfanne/Chicken Sitter schon eingebrannt? Dann ist es ratsam, sie regelmäßig erneut einzubrennen, damit das Gusseisen gut geschützt bleibt und die Schutzschicht erhalten bleibt oder weiter aufgebaut wird. Es ist nicht umsonst, dass die gusseiserne Pfanne von Oma am besten funktioniert. Jahrelanges Einbrennen geht dem voraus.
Gusseisen ist auch sehr verzeihend: Hast du es zu lange im Wasser stehen lassen und es ist dadurch rostig geworden oder hat es andere Gebrauchsspuren? Noch einmal einbrennen und dein Gusseisen ist wieder so gut wie neu.
Das Einbrennen funktioniert folgendermaßen: Zuerst muss das Gusseisen gründlich mit Wasser und Spülmittel gereinigt werden. Dann stelle es in den Ofen oder auf den Grill (160-200 Grad) und erhitze das Gusseisen mindestens dreißig Minuten. Danach die Platte gut mit einem Tuch oder Küchenpapier reinigen.
Fette es anschließend mit Crisco, geklärter Butter oder Reisöl ein und entferne das überschüssige Fett mit einem Tuch oder Küchenpapier. Stelle das Gusseisen zurück in den Ofen oder auf den Grill und erhitze es für eine Stunde. Lass es danach abkühlen und entferne erneut das überschüssige Fett. Wenn das Gusseisen abgekühlt ist, fette es noch einmal ein. Erhitze es erneut eine Stunde im Ofen oder auf dem Grill. Nun ist es gebrauchsfertig.
Für welche Wärmequellen ist Gusseisen geeignet?
Gusseisen ist für eigentlich alle Wärmequellen geeignet:
- Gas
- Halogen
- Induktion
- Kermik
- Elektrisch
- Ofen
- Grill
- Direkt zwischen die Kohlen
Da es so formstabil ist, kannst du zum Beispiel sogar eine gusseiserne Pfanne auf Induktion verwenden, nachdem du sie direkt zwischen die Kohlen gelegt hast (natürlich nur nach gründlicher Reinigung).
Kann Gusseisen in die Spülmaschine?
Das Einzige, womit du einem Gusseisen keine Freude machst, ist die Spülmaschine. Ein Bad aus Wasser mit ein paar Tropfen Spülmittel reicht, und das Gusseisen ist wieder sauber, besonders wenn es gut eingebrannt ist.