„Goedemiddag, hier Johan“, ich sehe auf eurer Seite viele Zubehörteile und weiß nicht genau, welche Größe ich für meinen Grill brauche.“ „Kein Problem, welchen Kamado hast du? Dann überlege ich kurz mit dir.“ „Nun“, sagt Johan, „ich habe keinen echten Kamado!“ „Kannst du beschreiben, wie dein Grill aussieht?“ „Es ist so ein Ei aus Stein, mit einem Gestell auf Rollen.“ „Oh“, sage ich, „dann habe ich gute Nachrichten für dich, du hast tatsächlich einen Kamado!“
Letzte Woche hatte ich Johan am Telefon. Ein netter, geselliger Mann, der Essen und Geselligkeit liebt, da haben wir klare Gemeinsamkeiten. ☺
Was natürlich auch schön ist: Ich bin der Überbringer der guten Nachricht – er ist stolzer Besitzer eines Kamados! Die Verwirrung darüber, was genau ein Kamado ist, begegnet uns so oft, dass ich mich jetzt einmal hingesetzt habe, um diese Verwirrung ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen.
Wie ist der Kamado entstanden?
Fangen wir ganz am Anfang an: Was ist ein Kamado? Die Geschichte des Kamados reicht weit zurück und beginnt in China. Dort wurde lange vor der Entstehung des Kamados Reis in einem keramischen Topf gedämpft. Im ersten Jahrhundert nach Christus stießen die Japaner auf diese Kochmethode und brachten das Konzept nach Japan. Dort verschwand der keramische Topf – der in China noch über dem Feuer stand – unter der Erde mit einem Schornstein für den Rauch: die früheste bekannte Form des Kamados war geboren! Das Kamado-Konzept wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von amerikanischen Soldaten mit in den Westen gebracht, wo es langsam Fuß fasste. Inzwischen hat der Kamado seinen festen Platz in der BBQ-Welt erobert, und es gibt verschiedene Marken und markenlose Kamados auf dem Markt.
Was ist ein Kamado BBQ?
Der heutige Kamado BBQ ist ein keramischer Grill (mit wenigen Ausnahmen aus Metall). Der Kamado-Grill hat am Deckel eine obere Luftzufuhr, das Top Vent, und unten einen Schieberegler als untere Luftzufuhr. Diese beiden Lüftungsschlitze sorgen zusammen für eine perfekte Temperaturkontrolle im Kamado.
Das Innenleben eines Kamado BBQ besteht aus einer keramischen Feuerschale und einem Feuerring. Unten in der Feuerschale liegt ein Rost, der die Kohlen von der Asche trennt, auch Kohlerost oder Ascherost genannt. Durch die dicke Wand aus (Cordierit-)Keramik speichert ein Kamado die Wärme sehr gut. Die Ei-Form des Kamados sorgt für eine stabile Luftzirkulation, weshalb dieser Grill auch hervorragend für langsames Garen (Slow Cooking) geeignet ist.

Die Vorteile eines Kamado BBQ
Das industriell hergestellte Keramik (mit Cordierit) eines Kamado-Grills wird bei extrem hohen Temperaturen (1150-1300 Grad Celsius) gebrannt und macht den Grill sehr widerstandsfähig. Die keramische Kuppel mit perfekt schließendem Deckel sorgt für einen sehr effizienten Grill. Dadurch kannst du mit minimaler Holzkohlenmenge scharf anbraten, grillen und räuchern. Slow-Cook-Sessions von 12 Stunden oder mehr sind für einen Kamado BBQ kein Problem.
Die perfekte Abdichtung sorgt außerdem dafür, dass die Feuchtigkeit von Fleisch, Fisch und Gemüse gut erhalten bleibt und die Gerichte herrlich saftig bleiben. Die obere und untere Luftzufuhr ermöglichen eine äußerst präzise Temperaturregelung im Grill. Die Temperatur lässt sich einfach von ca. 100 °C bis über 350 °C einstellen. Die dicke keramische Wand des Kamados speichert die Wärme sehr gut. So kannst du das ganze Jahr über scharf anbraten, räuchern, grillen und entspannen! Winterliche Temperaturen sind für einen keramischen Grill kein Problem!
Zur Sicherheit noch einmal für alle bescheidenen Kamado-Besitzer unter uns:
Kamado ist der Name der Grillart. Auf dem Markt gibt es viele Hersteller und Marken, wie zum Beispiel Big Green Egg, Kamado Joe, Keij Kamado, Bastard, Grizzly Grills, Grill Bill und Grill Guru. Außerdem kannst du auch einen markenlosen Kamado bei Discountern und Gartencentern kaufen. Das Wichtigste ist: Hat er die Form eines Eis und ist aus Keramik, dann ist es unabhängig von Marke oder Herkunft ein Kamado!
Worauf sollte ich beim Kauf eines Kamados achten?
Das ist die beste Frage, die du dir stellen kannst. Darum geht es in unserem nächsten Blog. Er ist bereits in Arbeit!